Mindestens einen der weißen Wale. Gedichte aus zehn Jahren. Verlag Berger, 2014

Neue Lyrik aus Österreich Band 11.

64 Seiten, 12 x 19 cm,

franz. Broschur.

2015
Preis: EUR 16,50

ISBN 978-3-85028-686-2

 

… berühren dürfen, einmal im Leben?

Beschützen?

Betrachten dürfen?

 

Wahrscheinlich alles und am ehesten doch Letzteres, denn um das Betrachten geht es in diesen Gedichten – um ein permanentes Anstaunen der Welt, das aber wenig mit unvoreingenommener kindlicher Neugier zu tun hat, es ist ein Verneigen vor den Toten und den Lebenden, wobei diese auch Liebende sein können – aber immer unter einem verschleierten Sternenhimmel. Es ist elegisch in diesen Jahreszeiten, an den Wassern, bei den Booten, die manchesmal nur noch die Namen von Toten transportieren, in der Stadt wie in dem, was – gemeinhin – als Natur daherkommt und nicht nur per se gleichgültig, sondern in ihren Ausprägungen auch desaströs sein kann.

Da ist es schwierig, einen Halt zu finden, denn alles ist „eine ausnahmslos unzureichende zuwendung“ – vor allem das, was – gemeinhin – als Trost angeboten wird. Aber da hat das poetische Ich ohnehin bereits den schwarzen Rock an und alles ist entschieden, vor allem das Ende menschlicher Existenz, das meist anderswo verhandelt wird, nicht unter denen, die es angeht.

 

Was ist, wenn der Sommer geht? Immer ist aufzubegehren gegen einen Mangel, gegen einen Verlust, gegen eine Einsamkeit auch, die nicht aufzulösen ist durch die Anwesenheit eines anderen.

 

Die Gedichte der Dichterin sind lyrisch kompakte Kraftpakete und dennoch zart und leicht wie Luftpostbriefe, oft erschütternd eindrucksvoll und dennoch sanft und verhalten. […] Man muss kein Prophet sein, um festzustellen, dass man von dieser Dichterin, Cornelia Travnicek, noch manches hören und lesen wird. Sie hat ein Potential, das sich weiter vertiefen, aber niemals aufbrauchen wird. (lyrikwelt.de)

Bemerkenswert schwermütige Texte einer jungen Autorin, der man vorurteilsweise eher eine gewisse unbekümmerte Lakonik zuschreiben wollte. (Ewald Baringer in Literarisches Österreich 2/2015

[Mit diesem Band] legt die Autorin hier in der Reihe Neue Lyrik aus Österreich ein gewichtiges Zeugnis ihrer dichterischen Ader ab. (Christian Grill)

Travniceks dichterisches Programm ist eines der Unsicherheiten, ihre Sprache schaut sich selbst beim Scheitern zu. (fixpoetry.com)

Cornelia Travniceks Reisen führen an seltene und seltsame Orte, immer bricht eine Überraschung los und es gibt eine Mindestgarantie für die Sichtung eines weißen Wals. (Helmuth Schönauer)

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